Einsparungsmöglichkeiten im Berufsleben

Ob 450-Euro-Job, Mittagspause oder Pendeln: Im Berufsleben lässt sich einiges an Geld einsparen, damit Sie am Ende des Monates mit mehr Netto in der Tasche nach Hause gehen. Dabei sind es vor allem die kleinen Geldfresser, die sich im Laufe der Zeit summieren. Wir sagen Ihnen, wie und wo es sich im Job sparen lässt.

Mittagspause 

Die Mittagspause kann jeden Monat so einige Euro verschlingen. Allein ein Kaffee zu zwei Euro summiert sich bei 300 Arbeitstagen auf 600 Euro pro Jahr. Meistens bleibt es jedoch nicht nur bei einem Heißgetränk oder einen günstigen Semmel. Einige Arbeitgeber bieten ihren Angestellten umsonst Wasser oder Kaffee an, was den Geldbeutel immens erleichtert. Auch ist es ratsam, in der Kantine zu essen, falls eine vorhanden ist. Teilweise befinden sich in der Umgebung andere Betriebskantinen, die Sie ebenfalls nutzen können. Kommen Sie frühmorgens an einem Bäcker vorbei, können Sie auch sparen, da morgens Kuchen und Co. vom Vortag meistens günstiger verkauft wird. Die oftmals preiswerteste Lösung für eine nahrhafte und gesunde Mittagspause ist jedoch das Essen von zu Hause mitbringen. Machen Sie dazu am Anfang der Woche einen Essensplan und kochen Sie einfache Gerichte wie Eintöpfe vor. Diese können Sie ganz einfrieren und dann unter der Woche nach Bedarf für die Mittagspausen auftauen. Hat Ihr Büro keine Kochplatte oder Mikrowelle zum Erhitzen der Speisen, können Sie sich auch ganz einfach leckere Sandwiches machen und etwas Rohkost oder einen Salat mitnehmen. Eine gute Auswahl an Rezepten für leckere und gesunde Sandwiches für die Mittagspause finden Sie zum Beispiel hier.

450-Euro-Job

Verdienste bis 450 Euro sind in Deutschland abgabefrei. An sich darf jeder arbeitsfähige Deutsche so viele Beschäftigungen annehmen, wie er oder sie möchte. Das heißt, dass auch Vollzeitbeschäftigte noch einen Arbeitsvertrag für einen Minijob unterzeichnen können. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn nur wenn alle Nebenverdienste nicht mehr als 450 Euro betragen, fallen keine Steuern oder andere Abgaben an. Zu den 450 Euro werden zum Beispiel auch Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld gezählt. Sollte dagegen ein Kollege ausfallen und man selber einspringen, wird das zusätzliche Gehalt nicht angerechnet. Diese Sonderzahlung darf über einen Zeitraum von zwei Monaten andauern. Verdienen Sie mehr als 450 Euro, aber weniger als 850 Euro, üben sie einen sogenannten Midijob aus. Midijobber müssen einen reduzierten Beitrag zur Sozialversicherung zahlen. Es werden jedoch weiterhin keine steuerlichen Abgaben fällig. Wer neben dem Hauptberuf einer Nebentätigkeit nachgeht, sollte deshalb ganz genau darauf achten, dass die Obergrenzen nicht überschritten werden. Dabei lohnt sich der Minijob aufgrund der kompletten Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit besser als ein Midijob mit Sozialabgaben für den Zuverdienst neben dem Hauptberuf. Studenten müssen jedoch besonders aufpassen, denn sie dürfen nicht mehr als 407 Euro pro Monat verdienen, sonst wird der Verdienst auf das Bafög angerechnet. Pro Jahr dürfen so nicht mehr als 4.888 Euro Brutto zusammenkommen. Sollten Sie jedoch mehr verdienen, als die Obergrenze zulässt, ist es ratsam, den Arbeitgeber nach steuerfreien Extras zu fragen. Denn Benzin- oder Warengutscheine werden nicht auf das Gehalt angerechnet. Hier kann ein Teil des Gehalts in den steuerfreien Extras ausgezahlt werden, wodurch Sie offiziell unter 407 Euro Vergütung pro Monat bleiben.

Pendeln

Rund 30 Millionen Deutsche müssen zwischen ihrem Wohnort und der Arbeitsstelle pendeln. 1,5 Millionen Erwerbstätige pendeln sogar täglich mehr als 50 km zu ihrer Arbeitsstelle und gehören damit zu den Fernpendlern. Das Pendeln kann nicht nur ein Zeitfresser, sondern auch ein richtiger Geldfresser sein. Geld sparen lässt sich zum Beispiel durch Fahrgemeinschaften. Bei der Fahrt zur Arbeit mit Freunden oder Kollegen sparen Sie nicht nur Sprit, sondern können auch die Entfernungspauschale in Anspruch nehmen. Dabei kann jedes Mitglied der Fahrgemeinschaft 30 Cent pro Kilometer der Wegstrecke als Werbungskosten absetzen. Wer niemanden zum Pendeln findet, kann auch mit der Option Park&Ride sparen. Laut einer aktuellen Studie konnten die Pendler bei 119 untersuchten Verbindungen (mit dem Auto zum Bahnhof, dann weiter per Zug) im Schnitt 3,13 Euro sparen. Das reine Autofahren ist nicht nur teurer, es nimmt auch mehr Zeit in Anspruch. Das gilt vor allem für große Städte mit hohem Verkehrsaufkommen. Für das Bahnfahren spricht auch, dass es ebenfalls in voller Höhe als berufliche Fahrtkosten von der Steuer absetzbar ist. Auch die Ausgaben für eine Bahncard lassen sich als Werbungskosten absetzen.