Abzocke am Telefon - wie man sich vor lästigen Anrufen schützt - Robinsonliste

Wer kennt das nicht? Das Telefon klingelt, eine nette Frauenstimme ist am Apparat und erzählt etwas von einem Hauptgewinn oder einer Sonderverlosung, bei der man einen 2-wöchigen Trip in die Karibik gewonnen hat. Nur eine kleine Bedingung sei zu erfüllen, um den Preis in Empfang nehmen zu können. Dies kann ein Zeitschriftenabo, die Teilnahme an einer Lotterie oder eine andere vertragliche Bindung sein, bei der man etwas bezahlen soll. Trotz einer gesetzlichen Regelung, die diese Art der aufgezwungenen Werbung eigentlich verbietet, klingelt das Telefon nach wie vor und raubt sowohl Zeit als auch Nerven. Einen wirklichen Gewinn, wie von der netten Dame am Telefon versprochen, braucht man in der Regel nicht erwarten. Es handelt sich schlichtweg um Abzocke, die hierzulande täglich millionenfach praktiziert wird.

Auf keinen Fall persönliche Daten herausgeben

Bei dieser Art von Werbe-Anrufen ist es zunächst einmal ist es wichtig, keinerlei persönliche Daten herauszugeben. Die Anrufer gehen teilweise recht trickreich vor und sind bestens auf den Anruf vorbereitet. So haben sie beispielsweise schon Ihre komplette Anschrift, wissen von bestehenden Abonnements oder an welchen Gewinnspielen Sie bereits teilgenommen haben. Zur Entgegennahme des Gewinns sei lediglich die Kontonummer abzugleichen. Achtung! Hier ist hier höchste Vorsicht geboten. Geben Sie keinerlei persönliche Daten heraus, selbst wenn der Anrufer sich noch so seriös anhört. Falls Sie wirklich etwas gewonnen haben, erfahren Sie dies per Post und nicht am Telefon.

Fragen Sie zu Beginn eines solchen Gesprächs erst einmal nach dem Namen der anrufenden Person und nach der Firma, in deren Auftrag angeblich angerufen wird. Sagen Sie, dass Sie sich dies notieren möchten. In der Regel ist das Gespräch damit schnell beendet, denn die anrufende Person weiß über das Verbot solcher Anrufe sehr wohl bescheid und legt einfach auf. Falls die Person Ihnen doch die Daten gibt und es sich herausstellt, dass es sich um einen Werbeanruf handelt, besteht dann die Möglichkeit, die Bundesnetzagentur zu verständigen, welche sich der Sache annimmt.

Wie kann man sich vor dieser Art der aufdringlichen Werbung schützen?

Ein guter Weg, die Werbeanrufe zumindest einzudämmen, ist die Eintragung der eigenen Rufnummer in die sogenannte "Robinsonliste". Diese Liste erlaubt Verbrauchern, sich dort kostenfrei einzutragen, um von den lästigen Anrufen befreit zu werden. Das ganze funktioniert nach folgendem Prinzip: Firmen, die wegen belästigender Anrufe bereits angemahnt wurden werden bei Robinson katalogisiert und überwacht. Sobald Sie sich auf der Robinsonliste eingetragen haben und trotzdem unerwünschte Werbeanrufe erhalten, kann die entsprechende Firma direkt auf hohen Schadensersatz verklagt werden, da diese die Verwarnung nicht eingehalten hat. Firmen, die diese Art von Abzocke betreiben, werden sich also hüten, bei Ihnen anzurufen. Das ganze funktioniert recht gut und Sie werden deutlich weniger Werbeanrufe erhalten.

Hier können Sie sich auf der >Robinsonliste< eintragen.